Trotz der anhaltenden Stromausfälle gibt die
Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) jetzt erstmals vorsichtig Entwarnung. Zwar sei die Stromversorgung ein wesentlicher Sicherheitsfaktor, doch die abgebrannten Brennelemente würden dort in ausreichend großen Kühlbecken gelagert werden. "In diesem Fall sieht die IAEA keine kritische Auswirkung auf die Sicherheit", lässt die Behörde verlauten. Zudem seien aber auch die im Kernkraftwerk Tschernobyl installierten Systeme zur Überwachung ausgefallen. Mit diesem System kann festgestellt werden, ob aus der Atomruine radioaktives Material entweicht. Die 210 Techniker arbeiten seit mehr als zwei Wochen ununterbrochen, weil es seitdem keinen Schichtwechsel gegeben habe. Unter normalen Umständen arbeiten gut 2.000 Menschen in rotierenden Schichten in dem Sperrgebiet von Tschernobyl.