Damit verlieren die russischen Streitkräfte bereits ihren 2. General innerhalb von nur wenigen Tagen. Schon am 28. Januar war war der 14-fach ausgezeichnete Generalmajor Andrei Sukhovetsky gestorben. Ihn hatte ein ukrainischer Scharfschützen in der Nähe der Stadt Mariupol getötet. Wie ungewöhnlich diese Verluste sind, zeigt ein Vergleich mit den USA. Die amerikanische Armee hat innerhalb der letzten 50 Jahre lediglich einen US-Generalmajor im Kampf verloren. Nämlich Harold J. Greene. Dieser war 2014 innerhalb einer Militärbasis in Kabul getötete worden, nachdem ein afghanischer Soldaten ihn erschossen hatte. Zudem haben die russischen Truppen weitere Probleme, weil sie über keine abhörsicheren Telefonverbindungen verfügen. Um Gerasimovs Tod zu übermitteln, musste ein FSB-Spion eine ukrainische SIM-Karte benutzen. Das verschlüsselte Telefonsystem ERA der russischen Streitkräfte hatte nicht funktionierte und so den Ukrainern ermöglicht das Telefongespräch abzuhören. Offenbar konnte dieses System nicht eingesetzt werden, weil es mit 3G funktioniert, doch einige der Mobilfunktürme nahe Charkiw bei einem Angriff zerstört worden waren.