Nach seinen Aussagen soll dem Vorstand der BKK ProVita Andreas Schöfbeck dann fristlos gekündigt worden sein. Dies berichten verschiedene Medien. Bei einer Sitzung des Verwaltungsrat der Krankenkasse habe diese am Dienstag beschlossen, "sich mit sofortiger Wirkung vom bisherigen Vorstand Andreas Schöfbeck zu trennen.“ Dies teilte die Krankenversicherung mit Hauptsitz in Bergkirchen bei München nach ihrer Entscheidung mit. Den Posten von Schöfbeck übernimmt jetzt dessen Stellvertreter Walter Redl. Zahlreiche Behörden hatten die Zahlen des Chefs der Krankenkasse kritisiert. Darunter unter anderem das Paul-Ehrlich-Institut und das Bundesgesundheitsministerium. Angeblich habe Schöfbeck bei seiner Statistik nicht nach Schwere der vorübergehenden Symptome unterschieden und unter anderem auch Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schmerzen an der Einstichstelle als schwere Nebenwirkung in die Statistik eingearbeitet.
Während Schöfbeck seine Zahlen als "erhebliches Alarmsignal“ bezeichnet hatte und die Zahlen aus Verpflichtung gegenüber seinen Versicherten veröffentlicht sehen wollte, hagelt es nun Kritik von allen Seiten. "Die Zahlen, die sich bei unserer Analyse ergeben haben, sind sehr weit weg von den öffentlich verlautbarten Zahlen. Es wäre ethisch falsch, nicht darüber zu sprechen“, hatte Schöfbeck in seinem Schreiben zu verstehen gegeben. Kritik dafür gab es vom Bundesvorsitzende des Virchowbundes, Dirk Heinrich. Dieser hatte der BKK Provita "peinliches Unwissen oder hinterlistige Täuschungsabsicht“ vorgeworfen und die von Schöfbeck veröffentlichten Zahlen als "kompletten Unfug“ bezeichnet, wie die Deutsche Presseagentur bestätigte. Nach 150 Millionen vorgenommener Corona-Impfungen in Deutschland, sollen beim Paul-Ehrlich-Institut 244.576 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet worden sein. Allerdings muss abgeklärt werden, ob in diesen Fällen tatsächlich die Corona-Impfung die Ursache für die geschilderten Symptome der Patienten gewesen sind.