Schauspielerin Esther Schweins (49, "Mara und der Feuerbringer") hatte einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften. Vor zwei Jahren verlor ihr Mann, der Vater ihrer zwei Kinder, den Kampf gegen den Krebs. "Tatsächlich war ich nach dem Tod meines Mannes zum ersten Mal in meinem Leben gottlos", erinnert sich die 49-Jährige im Interview mit dem "ZEITmagazin" zurück. "Trostlos, schmerzerfüllt vom Leid meines Mannes und entsetzt über die präzise Grausamkeit, mit der Krebs und Chemotherapie so konsequent einen Körper zerstören", beschreibt sie ihre Gefühlslage von damals.
Ein Lichtblick seien ihre Freunde und Familienangehörige gewesen. Sie hätten die zweifache Mutter gerettet. "Alle waren sofort da [...] Direkt, ungefragt, am Morgen nach der Nachricht waren sie da", so Schweins. So konnten "unsere Kinder über Wochen gar nicht in eine Richtung taumeln oder gar fallen, weil einfach immer jemand da war". Wenn Freunde so etwas miteinander erleben, müsse man sich "nie mehr voreinander verstecken" mit "Nöten, Ängsten und Schmerzen". Das bezeichnet die Schauspielerin als eine Art von "Gnade".
"Wir sind hier, um Freude zu empfinden"