Wie der rumänische Außenminister Bogdan Aurescu in einer Einschätzung der aktuellen Lage mitteilt, sei es nun eine der dringlichsten Aufgaben der NATO über eine vollkommene Neugestaltung ihrer Ostflanke nachzudenken. Ob Aurescu damit eine dauerhafte Präsenz von alliierter Truppen meint, ließ er offen. "Wir müssen die Lage an die Realität anpassen, die zeigt, dass die russischen Truppen in der Ukraine und in Belarus sind, also müssen wir alles überdenken“, hatte Aurescu am Rande des Nato-Außenministertreffens in Brüssel verlauten lassen. Aurescu nimmt außerdem an, dass Belarus schon bald ein Militärdistrikt Russlands sein werde. Der Außenminister hatte angekündigt, dass Rumänien werde ab dem nächsten Haushaltsjahr seine Ausgaben für Verteidigung von 2 Prozent des BIP auf 2,5 Prozent erhöhen werde.