Mit starken Worte hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi seinen Landsleute am Sonntag zum Widerstand aufgerufen. Eine Übersetzerin, die den Text des Präsidenten bei einer Live-Übertragung im deutschen TV übersetzen sollte, verlor während der Ansprache des Präsidenten die Fassung.
"Russland ist auf dem Weg des Bösen“, hatte die Frau am Sonntagvormittag bei der Live-Übertragung des deutschen Senders "Welt“ gerade übersetzt. Dort war die die Ansprache des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi gesendet worden, der sowohl sein Volk als auch die Weltöffentlichkeit auf den neusten Stand der Lage bringen wollte. In der Rede hatte Selenskyi unter anderem gefordert, dass Russland sein bisher gegebenes Veto-Recht im UN-Sicherheitsrat verlieren soll. Offenbar war dies bereits ein Thema beim Gespräch mit dem aktuellen UN-Generalsekretär António Guterres. In seiner Rede warf der ukrainischen Präsident den Russen "kriminelle Handlungen“ vor, die "die Merkmale eines Völkermords“ aufwiesen. Zudem appellierte Selneskyi an seine Landsleute: "Ukrainer, wir wissen ganz genau, was wir verteidigen“, wobei man bei der Übersetzung deutlich hörte, wie der Frau am Mikrofon die Stimme gebrochen war. Kurze Zeit später meldete sich die Übersetzerin dann mit einem "Entschuldigung“ und einem Schluchzen zurück. Unmittelbar danach war die Übersetzung abgebrochen worden und der Moderator fuhr stattdessen mit der Sendung fort.