Offenbar glaubt Walder, dass es Putins Vision sei, Russland wieder wie es in den 1950er und 1960er Jahren zu Zeiten der Sowjetunion zu sehen. Und auf diesem Weg ist die Ukraine in Putins Augen ein Hindernis. "Er sieht die Ukraine im Moment als ein Land, das von einem anderen Land besetzt ist. Und dieses andere Land ist eine Art westlicher Einfluss, wenn man so will“, versucht Walder Putins Motivation zu erklären. Allerdings schließt Walder auch eine Wesensveränderung des 69-jährigen Putin nicht aus. So berichtete der französische Präsident Emmanuel Macron darauf hin, dass ihm eine Veränderung an Putins Verhalten aufgefallen sei. Dieser habe in den letzten Wochen bei Telefongesprächen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verwirrt gewirkt. Walder geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet ihm die Verhaltensveränderung sogar anzusehen. "Diese eine Sache ist mir in letzter Zeit aufgefallen, und ich weiß, das klingt oberflächlich, aber wenn man sich die Bilder von ihm anschaut, was ich recht oft mache, hat sich sogar die Form seines Gesichts verändert. Er sieht anders aus, er spricht anders, und er ist zu dem übergegangen, was ich fast als die dunkle Seite der Geschichte betrachte“, analysierte Walder. Muss man sich also tatsächlich um Putins Geisteszustand Sorgen machen?