Wie jetzt bekannt wird, soll die USA die chinesische Regierung vor Monaten über den geplanten Einmarsch der Russen in der Ukraine gewarnt haben. Sogar um Vermittlung mit den Russen sollen die USA China damals gebeten haben. Offensichtlich ohne Erfolg! Doch nun scheint auch China wegen dieses Konfliktes in einer Zwickmühle zu stecken.
Kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele hatten sich der chinesische Präsident Xi Jinping (68) und Kreml-Führer Wladimir Putin (69) getroffen. Damals wurde offenbar vereinbart, dass Putin während der Winterspiele nicht attackieren würde, dafür habe China zugesagt, beim Beginn der Invasion die Füße still zu halten. "Man kann vermuten, dass Xi bei dem Treffen am 4. Februar von Putin die Zusage bekam, dass es während Olympia keine Aggressionen geben wird. Wenn das stimmt, steckt China in der Zwickmühle: Denn Xi scheint von dem tatsächlichen Ausmaß des Krieges und der geschlossenen Reaktion des Westens überrascht worden zu sein – einen Angriff aber akzeptiert zu haben“, analysiert nun Dr. Nadine Godehardt, China-Expertin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Denn Xi will es sich weder mit Putin noch mit dem Westen verscherzen. Angesichts des Widerstandes aus dem Westen eine unangenehme Situation für XI. "China steckt in einem Dilemma an drei Fronten: Xi will das Verhältnis zu Putin nicht gefährden, der für China ein Verbündeter ist", glaubt Bernhard Bartsch, China-Experte am Merics-Institut.