Gibt es mehr Impfnebenwirkungen als bekannt? Krankenkasse sieht "erhebliches Alarmsignal"

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Gibt es mehr Impfnebenwirkungen als bekannt? Krankenkasse sieht "erhebliches Alarmsignal"

News (2 / 1) 25.02.2023 00:34 / Julia Symbolbild imago


"Die unserem Haus vorliegenden Daten geben uns Grund zu der Annahme, dass es eine erhebliche Untererfassung von Verdachtsfällen für Impfnebenwirkungen nach Corona-Impfung gibt", teilte Andreas Schöfbeck, Vorstand der BKK ProVita in einer Mitteilung mit. Schöfbeck hatte das Schreiben jetzt auch an die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Bundesärztekammer und die Ständige Impfkommission (Stiko) weitergesendet. Bis zum jetztigen Zeitpunkt hatten lediglich Daten des Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zu aufgetretenen Nebenwirkungen bei den Corona-Impfungen vorgelegen. Doch die Daten des Krankenkassenverbandes scheinen besorgniserregend. Sie liegen offenbar um ein Vielfaches höher als die Zahlen des PEI. Während dem PEI 244.576 Fälle von Impfnebenwirkungen gemeldet wurden, sind der BKK allein 216.695 Fälle gemeldet worden, die lediglich den Zeitraum von Januar bis August 2021 abdecken.

Mehr Nebenwirkung bei Krankenkassen gemeldet

Dies deutet nun auf wesentlich höhere Zahlen hin. "Wenn diese Zahlen auf das Gesamtjahr und auf die Bevölkerung in Deutschland hochgerechnet werden, sind vermutlich 2,5 bis 3 Millionen Menschen in Deutschland wegen Impfnebenwirkungen nach Corona-Impfung in ärztlicher Behandlung gewesen", verdeutlicht Schöfbeck deshalb. Dies sei laut des BKK-Vorstands ein "erhebliches Alarmsignal", das man bei der Verwendung der Impfstoffe berücksichtigten sollte. "Hochgerechnet auf die Anzahl der geimpften Menschen in Deutschland bedeutet dies, dass circa vier bis fünf Prozent der geimpften Menschen wegen Impfnebenwirkungen in ärztlicher Behandlung waren", interprätiert Schöfbeck die Zahlen. Diese Daten können validiert werde, indem andere Krankenkassen ebenfalls eine Auswertung ihrer Daten vornehmen. Es sei nun wichtig die Gründe für die massive Anzahl an Impfnebenwirkungen festzustellen. Und auch hier wird eine hohe Dunkelziffer vermutet. Denn die Meldung einer Nebenwirkung bei den Impfungen soll laut betroffener Ärzte fast eine halbe Stunde dauern.