Amerikanische Miltärexperten befürchten durch das neue Waffensystem eine Bedrohung für das eigene Staatsgebiet. Denn diese neuen Torpedos könnten mit tonnenschwere Atom-Sprengköpfe ausgerüstet werden. Einen Angriff auf amerikanische Küstengebiete mit einer solchen Waffe könnte das Leben in großen Gebieten um das Epizentrum der Explosion für Jahrzehnte unmöglich machen. Der amerikanische Sicherheitsbeauftragte Christopher A. Ford hatte im November berichtet, dass man die Entwicklung von "Poseidon" mit Sorge beobachte. Offenbar sei die Waffe eine Gefahr und könnte amerikanische Küstenstädte "mit radioaktiven Tsunamis überfluten“. Und nicht nur das! "Russland renoviert Flugplätze und Radaranlagen aus der Sowjet-Ära, baut neue Häfen und Such- und Rettungszentren“, bestätigt Pentagon-Sprecher Thomas Campbell beim Nachrichtensender CNN. Ein weiteren Fortschritt gibt es seitens der Russen auch beim Bau von nuklear und konventionell betriebenen Eisbrechern. Schon im Vorjahr hatte ein russisches Atom-U-Boot die meterdicke Eisschicht in der Arktis im März durchbohrt.
Die Präsenz der Russen am Nordpol könnte zu Problemen führen. "Niemand hat ein Interesse daran, dass die Arktis militarisiert wird“, verdeutlicht Pentagon-Sprecher Kirby. Doch die USA hätten hätten dort auch selbst nationale Sicherheitsinteressen. Denn das Gebiet stellt einen für die eigene Landesverteidigung wichtigen Korridor dar. Über diese Route könne man den Indo-Pazifik, Europa und die Vereinigten Staaten verbinden. Zudem gibt es auch andere an die Arktis angrenzende Staaten, die dort Gebietsansprüche geltend machen. Neben Russland und den USA zählen auch die skandinavischen Länder Dänemark, Norwegen, Finnland und Schweden zu den Interessenten. Vervollständigt wird das Interesse dann auch noch von Kanada. Das Vorkommen von wertvollen Rohstoffen, deren Abbau durch den fortschreitenden Klimawandel möglich werden, könnten für heftige Streitigkeiten in der Zukunft sorgen.