Als erste Konsequenz der vom Westen angekündigten Sanktionen würde dann vermutlich auf die Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2 verzichtet werden. Damit würde Deutschland eine Quelle für fest eingeplante Gaslieferung verlieren. Damit werden die Energiepreise ebenfalls ansteigen. Und da in Deutschland auch der Ölpreis an den Gaspreis gekoppelt ist, wird der Preis für diese beiden Rohstoffe automatisch teurer. Hohe Ölpreise treiben dann auch den Preis für Benzin an den Tankstellen weiter in die Höhe. Ein kriegerische Auseinandersetzung dürfte zudem für eine enorme Flüchtlingswelle sorgen. Mit etwa 1 Million Flüchtlinge rechnet man im Fall eines Krieges. Viele der Flüchtlinge werden vermutlich nach Polen, in die Slowakei, nach Ungarn oder Rumänien gehen. Von dort könnten sie sich dann in Europa verteilen, wobei viele wohl auch nach Deutschland kommen werden.
Wie die Bundesinnenministerin Nancy Faeser bereits informierte, wird Deutschland im Fall einer erwarteten Flüchtlingswelle Hilfe leisten. "Die Situation in der #Ukraine ist hoch angespannt. Wir sind sehr wachsam und auf alle Szenarien vorbereitet. Sollte es Fluchtbewegungen in unsere Nachbarländer geben, werden wir unsere Nachbarn stark unterstützen, insbesondere in der humanitären Hilfe", hatte Faeser bei Twitter angekündigt. Bleibt zu hoffen, dass eine Eskalation des Konflikts noch gestoppt werden kann.