Wegen der Gefechte in der Ostukraine hat der russische Präsident Wladimir Putin am Montag den nationalen Sicherheitsrat einberufen. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow sei die Lage im Konfliktgebiet zur Zeit "extrem angespannt". "Wir sehen bisher keine Zeichen für eine Entspannung", erklärte Peskow. Zuletzt waren von internationalen Beobachtern massive Verstöße gegen den Waffenstillstand gemeldet worden. Vor allem die Lage in
Donezk und Luhansk habe sich zugespitzt. So sollen die von Moskau unterstützten Separatisten mehrere Todesopfer melden. Die Angaben lassen sich schwierig überprüfen. Doch die ukrainische Armee hatte am Samstag von zwei getöteten Soldaten berichtet. Die Separatisten haben russische Staatsbürger aufgefordert die Ukraine zu verlassen. Insgesamt 61.000 Menschen seien von dort ausgereist, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldet Das Gebiet rund um Donezk und Luhansk ist seit 2014 Schauplatz von Kämpfen von ukrainischen Regierungstruppen und von Russland unterstützten Separatisten. Seitdem sind mehr als 14.000 Menschen getötet worden. 2015 kam unter deutsch-französischer Vermittlung ein Friedensplan zustande, der aber offenbar nicht eingehalten wird.
Unterdessen hat die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock Putin erneut dazu aufgefordert nach einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu suchen, "Kommen Sie an den Verhandlungstisch zurück", forderte Baerbock Putin auf. Noch will der Kreml einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden allerdings nicht zustimmen, weil er es als "verfrüht" betrachtet. Zwar hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärt, dass Biden und Putin grundsätzlich zu einem Gipfel bereit seien. Allerdings sei eine der Voraussetzungen für das Treffen, dass Russland nicht in der Ukraine einmarschiere. Mit den Vorbereitungen für den Gipfel soll ab dem Donnerstag begonnen werden. Die Planung soll von den Außenministern der USA und Russlands, Antony Blinken und Sergej Lawrow vorangetrieben werden.