Im Fall eines Angriffs auf die Ukraine warnte Johnson Russland vor scharfen und weitreichenden Sanktionen. So würden es Großbritannien und die USA den russischen Unternehmen unmöglich machen, "in Pfund und Dollar zu handeln", wie Johnson ankündigte. Allerdings weiß Johnson auch, dass dies für den russische Präsident Wladimir Putin möglicherweise kein Grund sei, eine kriegerische Auseinandersetzung abzublasen. Johnson bezeichnete Putins Verhalten als irrational. Auf jeden Fall scheint Putin den vor wenigen Tagen vereinbarten Abzug russischer Truppen aus Belarus nicht durchzuführen.
Stattdessen sollen die Manöver zwischen Belarus und Russland weitergehen. Darüber informierte der belarussische Verteidigungsminister Viktor Chrenin im Verlauf des Sonntags. Vor einigen Tagen hatten die Russen noch angekündigt, dass ihre Soldaten Belarus nach dem Ende des Manövers wieder verlassen würden. Die Verlängerung des Manövers spricht nun erst einmal gegen eine Deeskalation der Krise. Unterdessen beteuert der russische Präsident Wladimir Putin weiterhin keinen kriegerischen Überfall auf die Ukraine zu planen. Bei den Truppenbewegung handele es sich um Manöver, die für niemanden eine Bedrohung darstellen und mit dem
internationalem Recht in Einklang stünden.