Wenn es nach der SPD geht, dann sollen Masken nur unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden . "Für die Länder sollte ein solches Instrument in bestimmten sensiblen Bereichen zur Verfügung stehen“, fordert SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese (38). Deutlich mehr Freiheiten will FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus (62). Sie will bei der Maske am liebsten auf die Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers setzen. "Gerade für Kinder ist es wichtig, dass sie ihren Alltag auch ohne Maske bestreiten können“, verdeutlicht Aschenberg-Dugnus. Angeblich wolle man sich nächste Woche in der Ampel-Regierung zu einer Entscheidung durchringen. Offenbar soll die Maskenpflicht in Kliniken und Pflegeheimen beibehalten werden. Allem Anschein auch in Bussen und Bahnen. Alles weitere wird davon abhängen, ob sich eher Team Freiheit oder Team Vorsicht durchsetzt.
In diesem Zusammenhang fordert der bayrische
Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) eine schnelle Entscheidung der Bundesregierung. "Die Ampel ist gefordert, dass wir Corona nicht völlig schutzlos ausgeliefert werden. Wir brauchen eine gesetzliche Grundlage, die das Tragen von Masken und Testen weiterhin möglich macht“, ist Söder überzeugt, der sich auch für die Maskenpflicht an Schulen einsetzt. Doch was wollen die Bundesbürger? 59 Prozent der Deutschen sprechen sich dafür aus, die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr beizubehalten. Im Fernverkehr schrumpft diese Quote auf 51 Prozent, während die Maßnahme im Einzelhandel gerade noch von 47 Prozent befürwortet wird. Jeder 2. Deutsche hatte angegeben, unabhängig von der Entscheidung, auch weiter Masken nutzen zu wollen.