Peinlich! Lauterbach weiß nicht wie viele Geimpfte es gibt! Wie wenig Daten hat das Ministerium wirklich?

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Peinlich! Lauterbach weiß nicht wie viele Geimpfte es gibt! Wie wenig Daten hat das Ministerium wirklich?

News (2 / 1) 19.02.2023 00:33 / Julia Symbolbild imago


In einem mehrseitigen Papier antwortet Lauterbachs Ministerium nun auf die Fragen. So wurde vom RKI "in der 2. Kalenderwoche 2022 dem Gesundheitsministerium Vorschläge zur potenziellen Verkürzung des COVID-19-Genesenenstatus vorgelegt. Die Vorschläge waren in den Themenkomplex der Ausnahmen von den Regeln für die Quarantäne für Personen mit Auffrischimpfung eingebettet.“ Die Information erreichte das Ministerium also irgendwann zwischen dem 10. und dem 16. Januar. Am 15. Januar war die Änderung des Genesenen-Status durch das RKI erfolgt. Es bleibt also weiter unklar, wann genau das Gesundheitsministerium von den RKI-Plänen erfuhr. Offenbar wusste nur Lauterbach also nicht, das es zu einem Problem kommen könnte.

Ministerium hat keine Zahlen über mit Johnson & Johnson geimpfte Bundesbürger

Auch eine zweite Antwort auf eine Frage der Opposition erregte Aufmerksamkeit. Dabei ging es um den Impfstoff des amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson. Denn diejenigen Bundesbürger, die keine 2. Impfung erhalten haben, werden nämlich nicht als vollständig Geimpfte anerkannt. Doch vorher hatte eine Dosis dieses Impfstoffs ausgereicht. Auch hier stellt sich die Frage auf welcher Datenlage die Entscheidung getroffen wurde. Denn zwar ist bekannt, dass 3,6 Millionen Menschen in Deutschland eine Impfung mit Johnson & Johnson erhalten haben. Allerdings ist vollkommen unbekannt, wie viele dieser Menschen im Anschluss eine zweite Impfung bekommen haben. Damit komme es nun zu einem Problem, dass die Bestimmung der entscheidenden Quote vollständig geimpfter Personen in Deutschland unmöglich macht. Auch aus diesem Grund ist jetzt das Vertrauen in Lauterbach angekratzt. Unions-Politiker Tino Sorge wirft dem Gesundheitsminister sogar "massive Wissenslücken" vor. Offenbar wird Lauterbach in nächster Zeit wohl mit weiteren Kritikpunkten konfrontiert werden.