Bei der Impfung mit Novavax sollen bisher ungeimpfte
Pflegekräfte und auch medizinisches Personal Vorrang genießen. Ob und wie groß der Andrang sein wird, ist bisher unbekannt. Von Seite des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium hieß es jedoch, dass man keine Knappheit erwarte: "Nach jetzigem Stand wird es deutlich mehr Impfstoff als Anmeldungen geben. Es wird demnach bei der Verimpfung von Novavax keine Priorisierung notwendig sein“, bestätigte ein Sprecher. Seit 3 Wochen konnten sich Impfwillige in Rheinland-Pfalz (RLP) für einen Impftermin mit Novavax anmelden. Diese Möglichkeit wurde von 14.500 Menschen genutzt. Die Termine werden vergeben, wenn bekannt ist, wann genau der Impfstoff in dem Bundesland eintrifft. Bisher steht das Startdatum also nicht fest. Fest steht allerdings, dass der Novavax-Impfstoff vorwiegend in Impfzentren verabreicht werden soll. Für den Start wurden die Hausärzte jedenfalls nicht in die Verteilung einbezogen. In vielen Bundesländern scheint man aber damit zu rechnen, dass auch Ärzte den Impfstoff bald ordern können.
Wer sich mit Novavax gegen Covid-19 impfen lassen möchte, dem stehen in Berlin, Rheinland-Pfalz, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen Möglichkeiten zur Verfügung, um sich bereits im Vorfeld für eine Impfung zu registrieren. In den anderen Bundesländern kann man nach der Verteilung direkt im Impfzentrum die Verabreichung des Novavax-Impfstoffs fordern. Deutschland hat für dieses Jahr bis zu 34 Mio. Novavax-Dosen bestellt. Im ersten Quartal des Jahres sollen insgesamt vier Millionen Dosen in mehreren Teillieferungen in Deutschland eintreffen. In der nächsten Woche werden die ersten 1,4 Mio. Dosen auf die Bundesländer verteilt. Viele Impfskeptiker hatten auf diesen Impfstoff gewartet, weil der proteinbasierte Impfstoff einem Totimpfstoff sehr ähnlich ist. Er basiert auf im Labor nachgezüchtete Proteine und verwendet keine echten Viren-Bestandteile. Geimpft werden mit diesem Impfstoff Personen ab 18. Jahren. Sie erhalten zwei Dosen im zeitlichen Abstand von 3 Wochen. 7 Tage nach der 2. Impfung tritt dann der volle Impfschutz ein.