Nachdem schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (56, CDU) das geringe Sterberisiko von Kindern durch Covid-19 beim Kurznachrichtendienst Twitter thematisiert hatte, wurde sie von anderen Nutzern des Netzwerks für ihre Meinung scharf attackiert. Dabei hatte die Ministerin lediglich über wissenschaftliche Fakten informiert.
Zuvor hatte ein anderer User auf der Plattform behauptet, dass 65 Kinder im Lauf der Pandemie an Corona gestorben sein sollen. Daraufhin schrieb Prien als Antwort: "Bitte differenzieren: Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit COVID-19 und nur extrem selten wegen COVID-19.“ Nach dieser Aussage kam es bei Twitter zu einem wahren Shitstorm gegen die Ministerin. Dabei wurde die CDU-Politikerin sogar wegen ihrer jüdischen Herkunft angegriffen. Angesichts der massiven Hass-Attacke hatte Prien sich dann dazu entschlossen ihren Account bei Twitter zu löschen. Zu diesem Vorfall gab dann David Ermes, der Sprecher des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein, eine Stellungnahme im Namen der Politikerin ab: "Ich nehme mir einige Wochen Zeit, um darüber nachzudenken, ob und wie ich Twitter als Medium weiter zur Kommunikation nutze.“ Gleichzeitig stellte Prien klar, dass sie bei ihren öffentlichen Terminen eine andere Kultur vorfinde, die von Respekt geprägt sei.