Doch aus dem Bildungsbereich gibt es auch kritische Stimmen, die zwar Lockerungen befürworten, aber trotzdem vor zu weitreichenden Öffnungsschritten waren. Diese dürften nicht so weit gehen, dass sie den Präsenzunterricht an den Schulen auf Spiel setzen, wie die Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) fordert. Sie setze sich deshalb zunächst für besonders behutsame Lockerungen ein und plädierte für ein "weiterhin hohes Schutzniveau." Zuvor hatte der Expertenrat für die Aufhebung erster Auflagen gegeben. Welche Maßnahmen genau schon bald wegfallen könnten, wurde bisher allerdings nicht bekanntgegeben. Experten rechnen mit der bundesweiten Abschaffung der 2G- und 3G-Regeln in den Geschäften. Die Fachleute warnen jedoch davor, dass zu weitreichende Öffnungen zu einem erneuten Anstieg der Zahlen führen könnten.
Unterdessen fordert Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger bei den Lockerungsschritten vor allem an den Schulen vorsichtig vorzugehen. So dürfen die Testungen oder auch die Maskenpflicht an Schulen zunächst nicht zur Diskussion stehen. Die FDP-Politikerin forderte, dass die "Lockerungen im Bildungsbereich sollten regional differenziert bei deutlich sinkenden Infektionszahlen und unter Berücksichtigung der Impfquote von Kindern und Jugendlichen erfolgen." Außerdem verdeutlichte Stark-Watzinger: "Bei den Schulen müssen wir jedoch besonders behutsam sein, um den Präsenzunterricht und damit die Chancengerechtigkeit nicht durch steigende Infektionszahlen zu gefährden."