Selfies bei Instagram posten, WhatsApp-Nachrichten verschicken, mit dem Smartphone eine Pizza bestellen und danach ab auf die Couch und eine Netflix-Serie streamen? All das und noch vieles mehr wäre heutzutage nicht machbar, wären nicht schon in den 1940er Jahren erste gedankliche Grundlagen für das Internet gelegt worden.
1946 wurde etwa erstmals die Kurzgeschichte "A Logic Named Joe" des US-Schriftstellers Murray Leinster (1896-1975) veröffentlicht. In dieser beschreibt Leinster, dessen bürgerlicher Name eigentlich William Fitzgerald Jenkins war, als einer der ersten Autoren überhaupt einen Personal Computer und eine frühe Version des heutigen Internets - inklusive der Übermittlung von Nachrichten sowie der Verbreitung von Informationen und dem Fernsehprogramm.
Vernetzt und gecrashtDer erste greifbare Schritt hin zum Internet wurde im Herbst 1969 gemacht. Über das Computernetzwerk Arpanet, den Vorgänger des Internets, sollten Nachrichten zunächst zwischen vier Großrechnern an der University of California (UCLA), dem Stanford Research Institute (SRI), der University of California in Santa Barbara (UCSB) und der University of Utah ausgetauscht werden. Am 29. Oktober jährt sich nun ein ganz besonderer Meilenstein zum mittlerweile 50. Mal. Die erste verschickte Internetnachricht.
Professor Leonard Kleinrock (85) und sein Assistent Charley Kline versuchten das Wort "login" von einem Rechner an der UCLA zu einem am SRI zu übermitteln, wo der Programmierer Bill Duvall bereit stand. Zunächst verlief alles nach Plan, nach dem zweiten Buchstaben crashte das System jedoch. Die erste jemals zwischen zwei Rechnern übermittelte Botschaft war also "lo". Etwas später konnte das Experiment jedoch erfolgreich abgeschlossen und das Wort "login" vollständig gesendet werden.