Weil einige Menschen bereits hartnäckig Lockerungen in der Pandemie verlangen, hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach vorgerechnet, dass es in diesem Fall noch einmal bis zu 500 Todesopfer pro Tag durch die Pandemie geben könnte. Lauterbach zeigt sich zuversichtlich die Omikron-Welle spätestens zu Ostern zu brechen.
Aktuell muss Gesundheitsminister Karl Lauterbach so gut wie jeden Tag vor die Presse treten. Denn die allgemeine Impfpflicht hat immer weniger Rückhalt in der Bevölkerung und zahlreiche Bundesländer beginnen bereits mit Lockerungen in der Corona-Pandemie, die der Gesundheitsminister für unverantwortlich hält. Und das obwohl andere Länder trotz hoher Infektionszahlen lockern. Verärgert hat Lauterbach auch die Aussage von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der die einrichtungsbezogenen Impfpflicht zunächst aussetzen will. "Wir können das Land Bayern kaum zwingen, sich an die Absprachen zu halten. Ich hoffe, dass es auch nicht notwendig ist. Ich hoffe, dass hier Herr Söder noch einlenkt. Weil wir haben ja bisher immer gut zusammengearbeitet und hier geht es um den Schutz derjenigen, die besonders gefährdet sind: ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen, kranke Menschen in Krankenhäusern", argumentiert Lauterbach, der sich generell nicht erfreut über den Vorstoß aus Bayern zeigt. Zudem habe Bayern laut Lauterbach diesem Gesetz im Bundesrat noch zugestimmt.