Kanzler Scholz spricht Corona-Machtwort - Voraussetzungen für Lockerungen nicht erfüllt!

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Kanzler Scholz spricht Corona-Machtwort - Voraussetzungen für Lockerungen nicht erfüllt!

News (2 / 1) 04.02.2023 00:34 / Silia Symbolbild imago


Nicht einverstanden mit der Politik der Bundesregierung zeigen sich nun sogar Mediziner. So kam in der ARD-Sendung "Maischberger“ der Düsseldorfer Chefarzt Thomas Voshaar (63) zu Wort und kritisierte: "Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass wir die Situation im Gesundheitssystem und insbesondere auf unseren Intensivstationen nicht zum Maßstab aller Dinge machen sollten. Wir müssen doch zur Kenntnis nehmen, dass, auch wenn es schwere Belastungen sind, die Medizin für die Menschen da ist. Und dass es eine besondere Einschätzung ist, wenn wir sagen: Alles richtet sich in diesem Land danach, ob die Ärzte und Pflegerinnen gerade noch entspannt sind oder nicht.“ Auch gegen die Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) schoss Voshaar scharf und warf seinen Kollegen vor, "dass sie uns in dieser Angst gefangen halten.“ Schon seit Wochen sinkt die Krankenhaus-Inzidenz, die die Anzahl von ins Krankenhaus eingelieferten Covid-19-Patienten angibt. Der Wert liegt aktuell bundesweit bei 5,0 und bedeutet, dass innerhalb der letzten 7 Tage 5 Menschen pro 100.000 Einwohnern ihre Covid-19-Erkrankung in einem Krankenhaus haben behandeln lassen. Allem Anschein nach bleibt die Überlastung der Krankenhäuser also trotz Omikron aus.

Bundesärztekammer fordert Plan für Öffnungen

Am Donnerstag hat nun auch die Bundesärztekammer einen Stufenplan für Öffnungsschritte gefordert. Deren Chef Klaus Reinhardt erklärte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Wenn sich das Infektionsgeschehen so entwickelt, wie von Epidemiologen prognostiziert, werden die Fallzahlen von Ende Februar an allmählich sinken. Bund und Länder sollten deshalb vorbereitet sein und möglichst schon jetzt Stufenpläne für Öffnungen vorbereiten, die dann hoffentlich bald umgesetzt werden können.“ Aktuell seien die Einschränkungen nach Reinhardts Einschätzung aber noch unumgänglich. "Die Situation hierzulande ist einfach eine andere als in England oder Dänemark. Deutschland hat die zweitälteste Bevölkerung in Europa und eine im Vergleich zu Dänemark und England niedrige Impfquote unter Älteren“, argumentierte der Mediziner. Aktuell seien in der Altersgruppe der über 60-Jährigen immer noch zwölf Prozent der Menschen ungeimpft.