Zuvor hatte die schleswig-holsteinische Landesregierung in Kiel am Mittwoch für den 9. Februar deutliche Lockerungen der Regeln in Aussicht gestellt. Ab diesem Datum sollen die Menschen wieder unabhängig von ihrem Impfstatus in Geschäften einkaufen können. Innerhalb der Geschäfte wird dann lediglich eine Maskenpflicht gelten.
Zudem gab Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bekannt, dass es künftig auch keine Sperrstunde in der Gastronomie mehr geben werde. Mit diesen Lockerungen wolle sich das norddeutsche Bundesland "ein Stück in Richtung Normalität bewegen“, wie sich Günther ausdrückte. Die Entscheidung basiere vor allem darauf, dass die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender aber offensichtlich deutlich weniger gefährlich sei. "Mit unserer Impfquote liegen wir etwa auf gleicher Höhe wie unser Nachbar Dänemark, der alle Beschränkungen aufhebt“, verteidigte der Regierungschef seine Entscheidung. In den letzten Tagen hatten sich die Infektionszahlen in Schleswig-Holstein ein wenig stabilisiert, sind allerdings noch immer hoch. Am Mittwoch lag der Inzidenzwert bei 895,2. Zur Zeit werden 350 Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern behandelt, von den 50 Intensivpatienten sind.
In Bayern war die 2G-Regel in den Geschäften bereits im Januar abgeschafft worden. Dort hatte ein vorläufiges Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) bereits im Januar die Nutzung dieser Maßnahme verboten. "Wir setzen in Bayern 2G im Handel komplett aus und sorgen damit für eine schnelle und praktikable Umsetzung der VGH-Entscheidung“, hieß es nach dem Urteil am 19. Januar aus der bayrischen Staatskanzlei. Doch auch dort wird die Maskenpflicht in den Geschäften weiter gültig bleiben.