Bisher will das RKI die Entwicklung aber noch nicht überbewerten. "Das Verhalten des R-Wertes spiegelt nicht nur den Verlauf der Welle wider, sondern auch die Verfügbarkeit von Testkapazitäten und die Überlastungssituation in den Gesundheitsämtern“, erinnert eine Sprecherin des Instituts. Zudem sei der R-Wert ein Stück weit auch immer eine Momentaufnahme. "Tageswerte sollten generell nicht überbewertet werden“, warnt die RKI-Sprecherin. Außerdem spiegele der bundesweite R-Werrt auch die regionalen Unterschiede in der Infektionslage nicht wieder. Auch wegen der hohen Infektionszahlen sind die Corona-Daten immer weniger aussagekräftig. Viele der PCR-Labore erreichen ihre Kapazitätsgrenzen und die Gesundheitsämter haben die Kontaktnachverfolgung bereits eingestellt, so dass einige Fälle mit Sicherheit nicht mehr in der Statistik landen. Trotzdem ist das RKI auch zuversichtlich trotz aller Problem die richtigen Trends im
Infektionsgeschehen abzubilden, wie auf der Webseite des Instituts zu lesen ist.