Die Schauspieler stehen fest, seit dem Frühjahr laufen die Arbeiten an der Spielstätte: "Harry Potter und das verwunschene Kind" läuft ab 15. März 2020 in Hamburg. Die deutschsprachige Erstaufführung des Theaterstücks wird im "Mehr! Theater am Großmarkt" gezeigt. Und was erwartet die Fans dort? Die Story handelt von "Isolation und Einsamkeit", verrät Regisseur John Tiffany (48), der die Geschichte zusammen mit "Harry Potter"-Schöpferin Joanne K. Rowling (54) und Drehbuchautor Jack Thorne (40) entworfen hat. Es gehe um ein Kind, das die Welt zerstören will, weil es sich nicht geliebt fühlt.
Natürlich ist jede Menge Magie im Spiel. Neben den berühmten Figuren sorgen unter anderem faszinierende Illusionen auf der Bühne dafür, dass das Stück in London seit 2016 vor ausverkauftem Haus läuft. "Das Theater kommt den Büchern näher als ein Film", verspricht Tiffany. "Wenn etwas vor den Augen der Zuschauer passiert, geht das tiefer. Man erlebt die Magie und teilt sie mit Freunden, Familie und vielen anderen Menschen." Sechs Monate Vorbereitung seien jeweils nötig, um die vielen "Tricks" auf die Bühne zu bringen, so der Regisseur. Die Produktionen an den verschiedenen Orten unterscheiden sich dabei nicht vom Londoner Original. Inzwischen wird das Stück auch in New York und Melbourne aufgeführt. Neben Hamburg kommen zudem San Francisco und Toronto hinzu.
Das ist die Geschichte"Das verwunschene Kind" spielt 19 Jahre nach dem Ende von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes". Harry lebt mit seiner Ehefrau Ginny zusammen, die beiden haben drei Kinder. Er arbeitet im Zaubereiministerium - und hat vor allem mit seinem Sohn Albus Severus so seine Probleme. "Albus, benannt nach Dumbledore und Snape, steht vor seinem ersten Tag in Hogwarts. Er ist das mittlere Kind. Er hat Angst, nach Slytherin zu kommen", fasst Tiffany die Ausgangslage zusammen. Er freundet sich dann ausgerechnet mit Scorpius Malfoy an. Die beiden bringen die magische Welt gehörig durcheinander - und damit auch dunkle Kräfte zurück.
Die Fans dürfen sich im Theater nicht nur auf die erwachsen gewordenen Ron, Hermine und Harry sowie ihre Kids freuen. Es gibt zudem ein Wiedersehen mit geliebten Figuren und Schauplätzen aus der berühmten Buchreihe. Sie seien immer wieder auf "Harry Potter und der Feuerkelch" zurückgekommen, erzählt Tiffany über seine Gespräche mit Rowling und Thorne. Dort habe es das Trimagische Turnier gegeben, die Drachen und das Labyrinth, schwärmt er. Mit dem Theaterstück wollten sie eine Geschichte erzählen, die so episch ist wie die Bücher, sagt der Regisseur. "Besonders weil es die letzte Geschichte ist."
Dass es dafür auch noch von der Theater-Community so viel Beifall geben würde, hätte Tiffany nicht erwartet. Bei den Tony Awards 2018, dem "Theater-Oscar", wurde "Harry Potter und das verwunschene Kind" sechs Mal ausgezeichnet, darunter als "Bestes Theaterstück" und für die "Beste Regie". "Ich wollte Jo [Rowling] nicht enttäuschen, ich wollte die Fans nicht enttäuschen und ich wollte das Theater nicht enttäuschen", sagt Tiffany über das Werk.