Muss sich ganz Deutschland infizieren? Chefarzt: "Müssen hoffen, dass sich 100 Prozent der Bevölkerung mit Omikron infizieren“

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Muss sich ganz Deutschland infizieren? Chefarzt: "Müssen hoffen, dass sich 100 Prozent der Bevölkerung mit Omikron infizieren“

News (2 / 1) 31.01.2023 00:35 / Tim Symbolbild imago


deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der bekannte Virologe Christian Drosten. Diese warnten eindringlich vor einer schnellen Durchseuchung. Sie plädierten zunächst für eine starke Verlangsamung der Infektionswelle gefolgt von einer steigenden Anzahl von Auffrischungsimpfungen. Lauterbach geht davon aus, dass Deutschland Mitte Februar Spitzenwerten von bis zu 400.000 Neuinfektionen mit Corona am Tag erreichen könnte. Am Freitag waren bereits über 190.000 neue Infektionsfälle mit Corona gemeldet worden. Eine Durchseuchung bei dieser hohen Zahl an Fällen sei gefährlich, wie SPD-Politiker Lauterbach und Virologe Drosten unisono mitteilten. Unterdessen kündigen andere Länder trotz Rekordwerten bei den Infektionszahlen Lockerungen an. Dies ist unter anderem in Dänemark und Großbritannien der Fall. "Wir müssen lernen, mit Covid zu leben“, hatte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid angekündigt.

Lungenarzt argumentiert: Spitzenbelastung in Krankenhäusern scheint kontrollierbar

Angesichts der aktuellen Lage in den Krankenhäusern ist Lungenfacharzt Thomas Voshaar optinistisch: "Es spricht nichts dafür, dass die Intensivstationen an ihre Grenzen kommen“. Trotz der hohen Infektionszahlen nehme Belegung auf den Intensivstationen weiter ab.

Christian Karagiannidis, der wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters bezeichnete die Lage auf den Intensivstationen der deutschen Krankenhäuser am Freitag als "akzeptabel“. Auf den Normalstationen könne es laut Voßhaar für einige Wochen zu einer höheren Belastung kommen. Nach der Omikron-Welle sei Deutschland dann allerdings seiner Ansicht nach einen Riesenschritt weiter.