Am Samstagnachmittag haben sich am Rand einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen zum Teil chaotische Szenen abgespielt. Dabei hatte ein Mob von etwa 50 Querdenker versucht, auf das Gelände der Uniklinik Leipzig zu stürmen.
Schon im Vorfeld hatten die Querdenker in den sozialen Medien zu Protesten gegen die Corona-Maßnahmen aufgerufen. Als Treffpunkt war der Bereich des Leipziger Völkerschlachtdenkmals ausgerufen worden. Von dort waren ab 15 Uhr dann tatsächlich einige Hundert Personen in Richtung Innenstadt von Leipzig gezogen. Wenig später wurde der Protestzug dann jedoch auf der Philipp-Rosenthal-Straße gestoppt. Die Teilnehmer hatten den Aufforderungen der Versammlungsbehörde keine Folge geleistet. Bei dem Protest waren keine Ordner eingesetzt worden und alle Corona-Schutzmaßnahmen wurden von den Teilnehmern missachtet. Wenig später eskalierte die Situation dann auf der Höhe der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzigs völlig. "Aus der Ansammlung heraus brachen mehrere Dutzend Personen durch eine Polizeikette, die sich schützend vor dem Gelände einer Klinik positioniert hatte. Sie gelangten auf das Klinikgelände, konnten dort zum Großteil jedoch durch Einsatzkräfte festgehalten werden“, informierte Polizeisprecherin Mariele Koeckeritz von der Polizei Leipzig am Samstagabend.