Caroline Link über dramatische Momente mit ihrem Kind

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Caroline Link über dramatische Momente mit ihrem Kind

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:29 / Günter Symbolbild BR / Ralf Wilschewski


Diesen Gewohnheitseffekt hat sie sich auch bei ihrer Tochter zunutze gemacht, wie sie erzählt, und verrät den so simplen wie wirkungsvollen Trick: "Ich stelle meiner Tochter, die mittlerweile 17 ist, nach der Schule beim Hausaufgaben machen oft einen Teller mit geschnittenem Obst auf den Schreibtisch. Das sieht lecker aus und ist beim Essen keine Kleckerei. Das futtert sie dann so nebenbei und hat mittlerweile ein richtiges Bedürfnis danach. Alles Gewohnheit", so Caroline Link.

Medienkonsum - ein anderes großes Thema

Geht es um Bewegung bei Kindern, ist man heutzutage schnell auch bei einem anderen großen Thema, dem Medienkonsum. Das kennt Teenie-Mama Link selbstverständlich auch: "Unser großes Thema zu Hause ist natürlich der Medienkonsum. Fernsehen ist ja gar kein Thema mehr bei den Teenagern, dafür umso mehr das Internet, Streamingplattformen, Social Media", sagt sie und erklärt, was sie daran bedenklich findet:

"Mir geht es bei meiner Kritik an Instagram und Snapchat gar nicht nur um das faule Rumsitzen auf der Couch und die mangelnde Bewegung, vielmehr beunruhigt mich, was Social Media mit den Seelen der Teenies macht. Wer sich pausenlos mit anderen vergleicht und von anderen ständig bewertet wird, der wird ja zwangsläufig unsicher. Ich finde den Stress, sich cool darzustellen, sehr anstrengend für die Kids."

Und was können Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel etc. dagegen machen? "Ich denke, man muss viel mit seinen Kindern reden, um ihnen immer wieder klar zu machen, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen und dass das Leben auf Instagram vielleicht spannender aussieht als es in Wirklichkeit ist", lautet der Rat der Regisseurin. Ihr nächster Film, die Judith-Kerr-Roman-Verfilmung "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" startet übrigens am 25. Dezember in den Kinos.