"Bin keine Teilzeit-Mama": Dorothee Bär über Job und Mutter-Sein

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"Bin keine Teilzeit-Mama": Dorothee Bär über Job und Mutter-Sein

Stars (1 / 1) 28.12.2020 17:28 / Torben Symbolbild imago images/Sven Simon


Staatsministerin und Dreifach-Mama

Ob im knallig-bunten Latexkleid beim Deutschen Computerspielpreis oder im feschen Dirndl im Bundestag: Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär (41, CSU) weiß, sich in Szene zu setzen. Abseits der politischen Laufstege in Berlin und München lebt die 41-Jährige mit ihrer Familie in einem Mehrgenerationenhaus bei Bamberg. In der "Bild am Sonntag" hat die Ministerin, Einblicke in ihr Leben mit drei Kindern gewährt. Und dabei klar gemacht, wie sie sich selbst als Mutter wahrnimmt.

"Muttersein empfinde ich nicht als Job", sagt Bär. Sie habe als Mutter gelernt, viel schneller Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und ihre Zeit gezielter einzusetzen. So sei sie zu einer besseren Politikerin geworden. Ihre Arbeit in Berlin bringt Trennungsschmerz mit - für beide Seiten. Sie vermisse ihre Kinder oft, glaube aber "dass ich meine Kinder fast mehr vermisse, als sie mich".

Für die Kinder wartet auch der Bundespräsident

Trotz stressigem Berufsalltag und Pendelei zwischen Franken und der Hauptstadt nimmt sie sich Zeit für ihre Kinder und riskiert auch mal, zu Terminen zu spät zu erscheinen. Ihr Sohn habe sich nach den Ferien gewünscht, dass die Mama ihn zur Schule bringt. "Das habe ich dann auch gemacht und riskiert, zu spät zum Parteivorstand zu kommen", erzählt Bär der "BamS".

Für seine Einschulung habe sie außerdem den Bundespräsidenten warten lassen - und dafür viel Verständnis bekommen. Dennoch mahnt sie an: "Ideal wären schwedische Verhältnisse. Dort muss man sich dafür rechtfertigen, wenn man sein Kind nicht pünktlich vom Kindergarten abholt."