Mittlerweile hat sich das Bundesverteidigungsministerium bei Twitter zu Wort gemeldet und bezeichnet das Verhalten des Soldaten mit den Worten "Drohungen gegen den Rechtsstaat, die nicht hinnehmbar sind“. Von Seiten der Polizei war am Donnerstagmittag noch erklärt worden, man prüfe die strafrechtliche Relevanz der Aussagen von Andreas O. Am Abend handelte die Polizei und hat die Festnahme des Mannes veranlasst. Wie aus der Chatgruppe des Mannes hervorgeht, scheint derartiges Gedankengut innerhalb der Bundeswehr auch kein Einzelfall zu sein. So schreibt beispielsweise auch ein Oberstleutnant in der selben Gruppe, dass er die Impfung gegen das Coronavirus für verfassungsfeindlich halte. Andere Soldaten veröffentlichen zum Teil unter Klarnamen Briefe an ihre Vorgesetzten. So schreibt auch der Oberstabsgefreite Jan R. vom Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst: "Wenn man mich nur wegen der Spritze aus dem Dienst entfernen will, dann sollte man mich doch bitte an die Wand stellen und erschießen, das wäre ehrlicher“. Der gleiche Soldat vergleich dann nur wenige Zeilen später die Schutzimpfung mit dem Holocaust. "Und an einen Völkermord möchte ich mich nicht beteiligen. Das hatten wir vor langer Zeit schon“, schreibt der Soldat weiter. Wie es scheint, muss das Thema der Impfpflicht endlich einmal in breitem Rahmen diskutiert werden.