Wegen der verspäteten Meldungen über die Weihnachtsfeiertage und deutlich weniger Testergebnissen durch Betriebsferien in vielen Unternehmen ist die tatsächliche Corona-Inzidenz in Deutschland weitgehend unbekannt! Nach Meinung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach sie die tatsächlich Zahl der Infektionen unter Umständen zwei- bis dreimal höher. Trotzdem sollen ab Montag die Schulen in Deutschland wieder öffnen.
Denn von Seiten der Politik ist klar, dass flächendeckende Schulschließungen auf jeden Fall vermieden werden sollen. Dies bestätigt auch die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (56, CDU), die aktuell den Vorsitz der Kultusministerkonferenz (KMK) übernimmt, gegenüber der Zeitung "Handelsblatt“: "Für eine solche flächendeckende Schulschließung in allen Bundesländern gibt es aus meiner Sicht weder eine Rechtsgrundlage, noch eine sachliche Begründung“, argumentierte Prien. Ins gleiche Horn stößt auch SPD-Parteichefin Saskia Esken (60): "Es hat die allerhöchste Priorität, diese Orte der Bildung und der persönlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen offenzuhalten“, verdeutlichte Esken gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Denn bisher gibt es nur sehr wenige schwere Verläufe von Covid-19 bei Kinder und Jugendlichen. Und dass, obwohl viele der Schüler bisher nicht einmal geimpft wurden. Doch natürlich gibt es auch Kritik. So bezeichnet Udo Beckmann, der Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die Handlung der Bundesregierung nach dem Prinzip "Augen zu und durch“. "Das endet mit dem größtmöglichen Schaden, nämlich dem Schließen aller Schulen“, prognostiziert Beckmann gegenüber dem "Tagesspiegel".
Beckmann ist der Meinung, man dürfe nicht bedingungslos am