Weil die deutsche Bundesregierung eine massive Welle an Ansteckungen durch die Omikron-Variante befürchtet, wird die Bundeswehr ein deutlich größeres Kontingent als zunächst geplant für eine mögliche Krise abstellen. Insgesamt 17.500 statt 12.000 Soldaten sollen nun für einen möglichen Einsatz gegen das Virus bereit stehen.
Während einer möglichen Krise sollen die Soldaten vor allem die Zivilkräfte in Gesundheitsämtern, Testzentren, Alten- und Pflegeheimen und auch in den administrativen Verwaltungen der Behörden mithelfen. Zu dem Kontingent soll außerdem auch medizinisch ausgebildetes Fachpersonal gehören. Diese könnten in Impfzentren, Krankenhäusern und in der Pflege eingesetzt werden. Ähnlich Aufgaben hatten die Soldaten auch schon auf dem Höhepunkt der Delta-Welle im letzten Sommer. "Die medizinische Ausbildung von Bundeswehrärzten und zivilen Ärzten unterscheidet sich nicht. Entsprechend umfassend können Bundeswehr-Ärzte helfen“, erklärt ein Sprecher des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Zur Not könnten sogar noch mehr Soldaten eingesetzt werden. "Eine Anpassung des Personalkontingents für die Corona-Hilfe ist situationsabhängig jederzeit möglich. Deswegen wurde das Kontingent im Kampf gegen Corona auf 17 500 Soldatinnen und Soldaten verstärkt“, bestätigte am Mittwoch ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Es sollen ausschließlich komplett geimpfte Soldaten zum Einsatz kommen.