Nun nimmt Dr. Andreas Bobrowski, Chef des Bundesverbands der Laborärzte, zu den Beobachtungen aus den USA Stellung. "Das Problem bei uns ist, dass es auf dem Markt eine unüberschaubar große Menge an Tests verschiedener Hersteller gibt. Und diese weisen leider eine sehr unterschiedliche Qualität auf. Dazu sind die meisten nur an den alten Virusvarianten orientiert. Nur die großen Hersteller wie Siemens und Roche haben ihre Tests auf Omikron hin untersucht und gesagt, sie erkennen die Variante“, bestätigt der Mediziner die Probleme auch in Deutschland. Aus diesem Grund plädierte er für ein offizielles Zulassungsverfahren der Tests. Von den beiden Schnelltests im zeitlichen Abstand hält Bobrowski dagegen wenig. "Das ist Unsinn. Dann sollte man bei Symptomen sofort einen sicheren PCR-Test machen.“ Zudem identifiziert Bobrowski ein weiteres Problem der Schnelltest. Denn manchmal fällt die Virenlast extrem ab. Deshalb kann der Schnelltest manchmal negativ ausfallen, obwohl die betreffende Person noch immer infiziert ist. Zudem würden viele Menschen bei leichten Symptomen ganz auf die Tests verzichten, damit sie keine Quarantäne antreten müssen. In dieser Hinsicht regt Bobrowski nun auch Änderungen in der Quarantäne an. Vor allem da Omikron offensichtlich für deutlich mildere Verläufe der Erkrankung sorgt.