Dabei sind die mit Covid-19 infizierten Personen allerdings nur ein Teil des Problems. Denn außerdem müssten sich auch die Kontaktpersonen der Infizierten in Quarantäne begeben. "Nach einer früheren Befragung der 380 deutschen Gesundheitsämter durch einige überregionale Zeitungen ermitteln die Ämter im Schnitt für jeden Infizierten etwa fünf enge Kontaktpersonen während der Inkubationszeit. Bei 150 000 Infizierten würde das eine Dreiviertelmillionen von Menschen in Quarantäne bedeuten“, verdeutlicht Hesse geradezu erschreckende Zahlen. Innerhalb weniger Tage könnten sich so bis zu 4 Millionen Bundesbürger in Quarantäne befinden. "Bei diesen hohen Fallzahlen von Menschen, die neu infiziert sind bzw. sich in Selbstisolation begeben müssen, würde ein beachtlicher Teil der kritischen Infrastruktur in unserem Land zum Erliegen kommen“, zeigt Hesse die Gefahr einer solch massiven Omikron-Welle auf.
Aus diesem Grund hat Deutschland bereits damit begonnen sich für diesen Fall zu wappnen. Vor allem die Lebensmittelbranche schmiedet schon Pandemie-Pläne. Dabei gilt es vor allem die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, "damit auch die Lebensmittelproduktion aufrechterhalten werden kann“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbands Deutschland, Christoph Minhoff. "Wir können versichern, dass wir als Branche alles in unserer Macht Stehende tun, um durch präventive betriebliche Maßnahmen der Ausbreitung des Coronavirus und jetzt der Omikron-Variante vorzubeugen“, verdeutlicht Minhoff. Ziel sei es, dass der Ausfall von Mitarbeitern keine Versorgungsschwierigkeiten nach sich ziehe. Deshalb habe man die Lager nun mit haltbaren Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Tiefkühlprodukte oder Konserven bestückt. So wird es vermutlich bei der Verpflegung selbst im schlimmsten Fall nicht zu Engpässen kommen.