Einen wahren Albtraum müssen zur Zeit die Eltern der getöteten Schülerin Nicole Schalla (†16) durchstehen. Denn der für den Mord zu lebenslanger Haft verurteilte Mörder Ralf Hörstemeier (57) ist spurlos verschwunden. Kurz bevor das gegen ihn ergangene Urteil rechtskräftig wurde, hatte der Mann seine Fußfessel abgenommen und war geflüchtet. Nun fahndet die Polizei nach dem verurteilten Mörder.
Der Mord an der Schülerin Nicole Schalla hatte 1993 für Aufsehen gesorgt. Die Schülerin war am 14. November 1993 nur wenige Meter von einer Bushaltestelle entfernt ganz in der Nähe ihres Elternhauses tot aufgefunden worden. Ein unbekannter Täter hatte das Mädchen vergewaltigt und getötet. Lange Zeit blieb die Tat ungeklärt. Erst fast 25 Jahre später wurde mittels einer neuen Technik ein DNA-Profil des Täters erstellt. Dies stimmte dann mit der DNA von Ralf Hörstemeier überein. Dieser wurde umgehend verhaftet und kam in Untersuchungshaft. Der Mann hatte allerdings beim Prozess immer wieder seine Unschuld beteuert. Doch dies ist auch der Grund wieso Hörstemeier überhaupt auf freiem Fuss war. Nachdem er gut 2 Jahre in U-Haft gesessen hatte, kam Hörstemeier schon zu Beginn des Prozesses auf freien Fuß und musste lediglich eine Fußfessel tragen, Ein erster Prozess war geplatzt, weil eine Richterin erkrankt war. Am Ende wurde Hörstemeier allerdings zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch der Tatverdächtige und sein Anwalt gingen in Revision. Bis dahin durfte Hörstemeier weiter auf freiem Fuß bleiben, weil ihm eine weitere Untersuchungshaft nicht zuzumuten sei.