Natascha Kampusch: Internet-Mobber wünschen ihr den Tod

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Natascha Kampusch: Internet-Mobber wünschen ihr den Tod

Stars (1 / 1) 28.12.2020 17:21 / Günter Symbolbild imago images/Future Image


Ihr neues Buch heißt "Cyberneider"

Über acht Jahre dauerte das Martyrium von Natascha Kampusch (31) an, eingesperrt im Keller ihres Entführers. Heute, rund 13 Jahre nachdem sie sich selbst aus der Gefangenschaft befreien konnte, wird die inzwischen 31-Jährige auf gänzlich andere Weise gepeinigt. Nicht das Leben in völliger Isolation ist es, durch das ihr Leid widerfährt, sondern jenes in der Öffentlichkeit. Schuld daran ist teils menschenverachtender Hass, der ihr im Netz entgegenschlägt, wie Kampusch im Interview mit der Zeitschrift "Bunte" verrät.

Sie findet keine Ruhe

Selbst ihr Kinderwunsch wurde indirekt durch das Cyber-Mobbing zerstört. Sie habe sich zwar unabhängig davon "ein Limit bis zum 25. Lebensjahr gesetzt", bis zu dem sie spätestens Kinder haben wollte. Sie fühle sich inzwischen aber sogar wie 41 und komme nie zur Ruhe, und das "auch wegen des Cybermobbings. Ich finde es schrecklich, wie Frauen mit Worten gequält, gefoltert und gedemütigt werden und dass die meisten nur zuschauen, ohne etwas dagegen zu tun."

Sie selbst macht sehr wohl etwas dagegen. Ihr inzwischen drittes Buch trägt den Namen "Cyberneider" und weist laut Verlag "auch auf bestehende Gefahren im Netz hin". Zudem versucht sie darin den Ursprüngen auf den Grund zu gehen, die Menschen dazu bewegen, über eine ihnen unbekannte Person grausamen Hass auszuschütten. Ein Umstand, mit dem sich Kampusch leider bestens auskennt, wie sie im Interview verrät.