Lauterbach: Doch noch Lockdown! "Wir schließen nichts aus“

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Lauterbach: Doch noch Lockdown! "Wir schließen nichts aus“

News (2 / 1) 24.12.2022 00:33 / Angela Symbolbild imago


In einzelnen Bundesländern war man mit dem Ergebnis der Beratungen auch nicht ganz einverstanden. Vor allem Sachsen und Baden-Württemberg hätten sich deutlich schärfere Maßnahmen gewünscht. "Sie gewährleisten keine ausreichende Handlungsfähigkeit, um schnell auf eine sich zuspitzende Lage, wie sie der wissenschaftliche Expertenrat in seiner Stellungnahme vom 19. Dezember 2021 prognostiziert, reagieren zu können“, ließen die Bundesländer in einer extra angefertigten Protokollerklärung verlauten. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) hatte im Anschluss an die Verhandlungsrunde sogar von einer "verpassten Chance“ gesprochen. Kretschmer rechnet deshalb mit weiterem Handlungsbedarf vor dem nächsten MPK-Termin am 7. Januar. "Es ist aus meiner Sicht sehr zu erwarten, dass dieser 7. Januar zu spät ist. Die Dynamik, die wir derzeit erleben, ist sehr groß“, befürchtet Kretschmer. Die am Dienstag beschlossenen Regeln sollen bis zu dem Treffen an diesem Termin gelten.

Auch Kliniken halten die Maßnahmen für unzureichend

Auch die Kliniken und Krankenhäuser halten die beschlossenen Maßnahmen nicht für ausreichend. So bezeichnete zum Beispiel die

Deutsche Krankenhausgesellschaft die festgelegten Kontaktbeschränkungen als "notwendig, möglicherweise aber nicht ausreichend“. Aus diesem Grund müsse man die Lage täglich weiter genau beobachten, erklärte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Gegebenenfalls wird es notwendig kurzfristig nachzusteuern“, vermutet Gaß. Zwar sinken die Inzidenzwerte in Deutschland noch immer, allerdings glauben viele Experten an ein dramatische Trendumkehr durch die verstärkte Ausbreitung der Omikron-Variante, die nun auch in Deutschland immer öfter registriert wird.