Um die Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante in Deutschland so weit wie möglich hinauszuzögern, will Deutschland nun die Einreise-Regeln verschärfen. Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass zahlreiche weitere Omikron-Fälle aus dem Ausland eingeschleppt werden. Unterdessen wurde in London nun wegen der neuen Variante des Coronavirus bereits der Katastrophenfall ausgerufen.
Um eine weitere Ausbreitung der Omikron-Variante in Deutschland zu verhindern, haben die Gesundheitsminister der Bundesländer darauf gedrängt, die Einreise-Regeln nach Deutschland deutlich schärfer zu gestalten. So wurde vorgeschlagen, dass alle Reisenden über 6 Jahre, die aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland kommen, zukünftig lediglich mit einem negativem PCR-Test einreisen dürfen. Zu dieser Entscheidung kam die Gesundheitsministerkonferenz nach einer gemeinsamen Krisen-Schalte am Samstag. Das negative Testergebnis darf bei Abflug nicht älter als 48 Stunden sein. Für die Einreise sollen keine negativen Ergebnisse von Schnelltests akzeptiert werden. Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) hatte diese Maßnahmen eindeutig begrüßt. "Die Einreise sicherer zu machen hilft, damit sich die Omikron-Variante nicht so schnell ausbreitet“, erklärte Lauterbach nach der Sitzung mit seinen Amtskollegen aus den Bundesländern. "Verhindern können wir die Verbreitung nicht, nur verzögern. Je länger es dauert, bis Omikron auch Deutschland im Griff hat, umso besser“, argumentiert Lauterbach. In der Beschlussvorlage der Gesundheitsminister wird als Ziel ausgegeben, die Einschleppung neuer Fälle der Omikron-Variante möglichst gering zu halten. Deshalb soll die Bundesregierung nun die Corona-Einreiseverordnung auf den neusten Stand bringen. Die Regel soll auch dann Anwendung finden, wenn Passagiere lediglich auf einem deutschen Flughafen umsteigen.