Ganze viermal spielte Sigourney die Rolle der Lt. Ellen Ripley - dabei war die Rolle ursprünglich für einen männlichen Schauspieler geschrieben worden. Gegen große Widerstände setzte Regisseur Ridley Scott (81) durch, dass Weaver die Rolle bekam.
Nach "Alien 3" war für sie eigentlich Schluss mit ihrer Rolle als Alien-tötender Weltraumkriegerin. Immerhin starb die Figur am Ende des Films - in einem Finale, das sehr an James Camerons (65) Meisterwerk "Terminator 2 - Tag der Abrechnung" erinnerte. Erst nach dem sie Joss Whedons (55) Drehbuchentwurf zu Teil vier gesehen hatte, war Weaver bereit, nochmal Ripley zu spielen. Ein fünftes Mal wird sie wohl nicht mehr in die Rolle schlüpfen. Sie selbst bedauert das. "Ich glaube, Ripleys Geschichte ist nicht zu Ende erzählt", sagte sie in einem Interview 2011 einmal.
"Ich kann nicht rumsausen wie Harry Potter in seinem Unsichtbarkeits-Umhang."Sigourney Weaver lebt in New York. Dem britischen "Guardian" sagte sie 2016, dass sie die Stadt liebe - allerdings nicht mit der U-Bahn fahren könne. Zu viele Fans würden nach Selfies oder Autogrammen fragen und einen Unsichtbarkeit-Umhang hat sie nicht. Ihre Liebe zu New York geht sogar so weit, dass es ihr schwerfällt, die Stadt zu verlassen: "Ich finde es immer noch schwierig, aus meinem kleinen Teich herausgenommen zu werden, um wegzugehen und jemand anderen zu spielen."
"Ich habe immer schon Margaret Rutherford angehimmelt. So wie sie auch, würde ich gerne einmal Miss Marple spielen, wenn ich 80 bin."Ellen Ripley hat Sigourney Weaver hinter sich gelassen. Das ist vielleicht auch besser so, den das "Alien"-Franchise hat in den letzten Jahren eine fragwürdige Entwicklung hingelegt. Der Science-Fiction ist sie aber treu geblieben - vier "Avatar"-Filme wird es mit ihr noch geben, dazu einen weiteren "Ghostbusters". Ob sie in zehn Jahren auch noch Sternenkriegerin sein will, steht in selbigen. Wenn es nach ihr geht, wird sie wohl eher im 16 Uhr 50 ab Paddington fiesen Mördern hinterher ermitteln.
"Wenn Sie die Leute fragen, wie man den Klimawandel stoppen kann, sagen viele 'Windkraft und Sonnenenergie' [...]. Es gibt aber noch eine weitere Option: Frauen ermächtigen."Sigourney Weaver hat Aliens mit Flammenwerfern gebrutzelt, war auf Geisterjagd und hat uns in fremde Welten entführt - doch eine liegt ihr ganz besonders am Herzen. Unser eigener Planet. Für den Erhalt unserer Erde setzt sie sich kraftvoll ein, etwa mit Dokumentarfilmen wie "Acid Test". Beim US-Portal "Huffpost" hatte sie außerdem lange Zeit einen Blog, in dem sie über den Klimawandel und die Ozeane schrieb. Darin entwickelte sie 2011 den Gedanken, wer Frauen mit Bildung ausstatte, bekämpfe effektiv den Klimawandel.
Diese seien so in der Lage, "schwierige Entscheidungen in ihrem Leben selbst zu treffen". In dem man Frauen ermächtige, trage man zur Lösung der größten Umweltherausforderung unserer Zeit bei. Greta Thunberg (16) dürfte ihr da sicher zustimmen.