Professor errechnet Horror-Szenario beim ZDF - Drohen ohne Lockdown 250.000 Todesopfer durch Covid-19?

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Professor errechnet Horror-Szenario beim ZDF - Drohen ohne Lockdown 250.000 Todesopfer durch Covid-19?

News (2 / 1) 10.12.2022 00:33 / Silia Symbolbild imago


"Geht man von diesen Verschärfungen aus, würden wir immer noch eine massive vierte Welle sehen mit bis zu über 150.000 Neuinfektionen pro Tag bundesweit, wobei das auch schon die Dunkelziffer inkludiert", rechnet Professor Dr. Kristan Schneider, der als Mathematiker an der Hochschule Mittweida arbeitet, vor. Um die prekäre Lage in den Griff zu bekommen schlägt der Mathematiker vor: "Ein zweiwöchiger Lockdown vor Weihnachten ab morgen wäre extrem effizient darin, den Trend umzukehren und letztendlich die vierte Welle um bis zu 40 Prozent zu reduzieren", ist der Mathematik-Experte sicher.

Mathematiker sicher: Festhalten an bisherigen Maßnahmen könnte "bis zu 250.000 Todesfälle" bedeuten

Die Zahlen, die Schneider errechnet basieren auf den Erfahrungen, die man bisher mit der Delta-Variante des Coronavirus gemacht hat. Die neue Omikron-Variante ist bei der Berechnung hingegen bisher noch nicht miteinbezogen worden. "Wenn man von den momentanen Maßnahmen ausgeht, würde das für die Mortalität bedeuten, dass wir auf bis zu 250.000 Todesfälle gehen", kommt der Mathematiker zu einem schlimmen Ergebnis. Diese Zahl schließt die knapp über 100.000 Todesopfer seit dem Beginn der Pandemie mit ein. Ein jetzt anberaumter Lockdown in der Vorweihnachtszeit könnte die Zahl der Todesopfer deutlich reduzieren. "Man würde die Mortalität um die 30.000 Tote senken durch diesen zweiwöchigen Lockdown vor Weihnachten", ist Schneider sicher. Wichtig sei außerdem eine von der Regierung angedachte Impfpflicht. Diese könnte 95 Prozent aller über Zwölfjährigen Bundesbürger erreichen. Auch mit dieser Maßnahme ließenn sich einige Tausend weitere Todesopfer einsparen. Wie es also scheint, wird man die 4. Corona-Welle wohl nicht ohne harte Maßnahmen brechen können.